2026-07-22 · 5 Min. Lesezeit
Das Wichtigste in Kürze
- Die navigierte Implantation mit Navident ist eine dynamische Echtzeit-Navigation, bei der der Zahnarzt die Position des Bohrers live auf einem Bildschirm verfolgt und die Achse während des Eingriffs anpassen kann – anders als bei einer starren statischen Bohrschablone oder beim Freihandvorgehen.
- Navident zeigt den Abstand des Bohrers zum Nervus alveolaris inferior und zur Kieferhöhle in Echtzeit an und schafft so eine zusätzliche Sicherheitsebene beim Schutz dieser anatomischen Strukturen.
- Navident ist ein konkret benanntes dynamisches Navigationssystem; allgemeine Begriffe wie „geführt“ oder „computergestützt“ bezeichnen dagegen oft nur eine statische Bohrschablone.
- Dental Med Austria in Tirana kombiniert Navident mit Vatech-3D-DVT-Bildgebung, ist Mitglied des ITI, arbeitet nach ISO 9001 und dokumentiert jedes Implantat in einem Implantatpass mit Seriennummer.
- Eine präzise navigierte Implantation ermöglicht in geeigneten Fällen ein minimalinvasives, gewebeschonendes Vorgehen mit tendenziell weniger Schwellung; die Eignung wird jedoch immer individuell aus der Diagnostik bestimmt und ist nicht bei jedem Patienten möglich.
Bei einer Zahnimplantation entscheiden oft nur wenige Millimeter über Sicherheit, Ästhetik und Heilungsverlauf. Die navigierte Implantation mit Navident überträgt Ihre dreidimensionale Planung in Echtzeit auf den Eingriff – wie ein präzises Navigationssystem für den Implantatbohrer.
Was ist navigierte Implantation mit Navident?
Die navigierte Implantation – auch dynamische Navigation genannt – verbindet Ihre 3D-Diagnostik direkt mit dem chirurgischen Eingriff. Zunächst wird Ihr Kiefer mit einer 3D-DVT-Aufnahme (digitale Volumentomographie) erfasst. Auf Basis dieser Daten plant der Behandler Position, Achse und Tiefe jedes Implantats am Computer. Während der Operation verfolgt Navident die Bohrinstrumente über optische Marker und zeigt deren Lage live auf einem Bildschirm – millimetergenau im Verhältnis zur Planung.
Der entscheidende Unterschied zu anderen Verfahren: Der Behandler sieht in Echtzeit, wo sich der Bohrer befindet, und kann sofort korrigieren. Man kann es sich wie ein GPS für den Eingriff vorstellen.

Dynamische Navigation, statische Schablone und Freihand – der Unterschied
In der Implantologie gibt es drei grundlegende Vorgehensweisen. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wie präzise die Planung auf den Eingriff übertragen wird und ob während der Operation noch Rückmeldung möglich ist.
- Freihand: Der Behandler setzt das Implantat allein anhand von Erfahrung, Tastgefühl und Röntgenbildern – ohne technische Führung während des Bohrens.
- Statische Bohrschablone (guided): Vorab wird eine individuelle Kunststoffschablone gefertigt, die den Bohrer mechanisch führt. Sie ist präzise, aber starr: Eine Korrektur während des Eingriffs ist nicht möglich, und es wird ausreichende Mundöffnung benötigt.
- Dynamische Navigation (Navident): Die Planung wird live übertragen. Der Behandler erhält kontinuierlich Rückmeldung und kann die Position während des Eingriffs anpassen – auch bei eingeschränkter Mundöffnung.
| Kriterium | Freihand | Statische Bohrschablone | Dynamische Navigation (Navident) |
|---|---|---|---|
| Planungsgrundlage | Erfahrung, Röntgenbilder | 3D-Planung, vorab gefertigte Schablone | 3D-DVT-Planung, live übertragen |
| Echtzeit-Rückmeldung beim Bohren | keine | keine | ja, kontinuierlich |
| Korrektur während des Eingriffs | nur nach Gefühl | nicht möglich | jederzeit möglich |
| Nerv-/Kieferhöhlenabstand live sichtbar | nein | nein | ja |
| Benötigte Mundöffnung | gering | hoch | gering |
| Minimalinvasives Vorgehen (im geeigneten Fall) | eingeschränkt | möglich | gut möglich |
Wie Navident Nerv und Kieferhöhle schützt
Zwei anatomische Strukturen bestimmen im Kiefer die Sicherheit einer Implantation: der Nervus alveolaris inferior im Unterkiefer und die Kieferhöhle (Sinus maxillaris) im Oberkiefer. Wird der Nerv verletzt, kann dies zu anhaltenden Taubheitsgefühlen führen; ein zu tief oder falsch gesetztes Implantat im Oberkiefer kann in die Kieferhöhle reichen.
Weil Navident die Lage des Bohrers in Echtzeit relativ zu diesen Strukturen anzeigt, behält der Behandler den geplanten Sicherheitsabstand kontinuierlich im Blick. Die endgültige Eignung und der Abstand werden dabei immer individuell aus Ihrer 3D-Diagnostik bestimmt – ein garantiertes Ergebnis kann keine Technologie versprechen, doch die Echtzeitkontrolle schafft eine zusätzliche Sicherheitsebene gegenüber dem Freihandvorgehen.

Minimalinvasiv und mit angenehmerem Heilungsverlauf
Präzision hat einen spürbaren Nutzen für Patientinnen und Patienten. Wenn Position und Achse exakt eingehalten werden, lässt sich der Eingriff in geeigneten Fällen besonders schonend gestalten – teils ohne großflächiges Aufklappen des Zahnfleischs (flapless). Das kann bedeuten:
- kleinere oder gar keine Schnitte im geeigneten Fall
- weniger Belastung des umliegenden Gewebes
- tendenziell weniger Schwellung und ein angenehmerer Heilungsverlauf
- eine gute Ausgangslage für die spätere Versorgung mit Krone, Brücke oder festsitzendem Zahnersatz, etwa bei All-on-4- oder All-on-6-Konzepten
Ob ein minimalinvasives Vorgehen für Sie infrage kommt, hängt von Knochenangebot, Anatomie und Gesamtbefund ab und wird stets individuell entschieden.
Warum der Name „Navident“ wichtig ist
Viele Praxen werben mit „geführter“ oder „computergestützter“ Implantation. Das sind Sammelbegriffe und sagen für sich genommen nicht, welches Verfahren tatsächlich zum Einsatz kommt – häufig ist damit lediglich eine statische Schablone gemeint. Navident dagegen ist ein konkret benanntes System für dynamische Echtzeit-Navigation. Wenn eine Klinik das System namentlich nennt und einsetzt, können Sie genau nachvollziehen, welche Technologie bei Ihnen verwendet wird. Diese Transparenz ist Teil einer ehrlichen Aufklärung – und ein sinnvoller Prüfstein bei der Klinikwahl.
Navident und Vatech 3D-DVT bei Dental Med Austria
Dental Med Austria in Tirana setzt die navigierte Implantation mit Navident in Kombination mit moderner Vatech-3D-DVT-Bildgebung ein. Details zum Ablauf finden Sie auf unserer Seite zur navigierten Implantation mit Navident. Die Klinik ist Mitglied des ITI (International Team for Implantology) und arbeitet nach ISO-9001-Qualitätsmanagement sowie europäischen Standards mit dokumentierten Sterilisations- und Hygieneprotokollen.
Verwendet werden unter anderem die schweizerischen Straumann-Implantate BLX und BLT sowie weitere CE-zertifizierte Systeme; einen Überblick über Materialien und Versorgungen – von Ivoclar IPS e.max über Zirkon bis zu Botiss-Biomaterialien für den Knochenaufbau – gibt unser Behandlungskatalog. Jedes Implantat trägt dokumentierte Seriennummern und die lebenslange Herstellergarantie. Zusätzlich erhalten Sie einen Implantatpass, der genau festhält, welches Implantat gesetzt wurde – so kann jeder Zahnarzt weltweit Ihre Versorgung später betreuen. Auf jede Behandlung gibt Dental Med Austria zudem eine schriftliche Behandlungsgarantie.
Woran Sie eine sichere navigierte Implantation erkennen
Unabhängig von der Klinik lohnt es sich, auf einige Punkte zu achten:
- Wird eine echte 3D-DVT-Aufnahme zur Planung erstellt?
- Nennt die Klinik das eingesetzte Navigationssystem konkret beim Namen?
- Werden Implantatmarke, Modell und Seriennummer dokumentiert (Implantatpass)?
- Gibt es eine schriftliche Behandlungsgarantie und eine klar geregelte Nachsorge?
- Wird die Eignung individuell aus der Diagnostik abgeleitet – ohne pauschale Versprechen?
Kostenloser Behandlungsplan
Erfahren Sie, wie Ihr neues Lächeln in Tirana aussehen könnte
Senden Sie uns ein Panorama-Röntgenbild oder einige Fotos, und unser klinisches Team antwortet innerhalb von 24–48 Stunden mit einem kostenlosen schriftlichen Behandlungsplan, ganz unverbindlich.
Kostenlosen Plan anfordernIhr nächster Schritt
Ob eine navigierte Implantation für Sie sinnvoll ist, lässt sich seriös nur anhand Ihrer Diagnostik beurteilen. Senden Sie uns Ihr Panoramaröntgen (OPG), eine DVT-Aufnahme oder aktuelle Fotos, und wir erstellen Ihnen innerhalb von 24–48 Stunden einen kostenlosen, persönlichen und unverbindlichen Behandlungsplan mit transparenter, einzeln aufgeschlüsselter Kostenübersicht. Für internationale Patientinnen und Patienten organisieren wir die Flughafenabholung in Tirana und die Unterbringung im Partnerhotel; die Betreuung erfolgt auf Deutsch, Englisch, Italienisch und Albanisch. Fordern Sie hier Ihren kostenlosen Behandlungsplan an – wir beraten Sie gern und ohne Verpflichtung.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Navident und einer Bohrschablone?
Eine statische Bohrschablone wird vor dem Eingriff angefertigt und führt den Bohrer mechanisch in einer vorher festgelegten Position; eine Korrektur während der Operation ist damit nicht möglich. Navident dagegen ist eine dynamische Navigation, die die Position des Bohrers in Echtzeit auf einem Bildschirm anzeigt, sodass der Behandler jederzeit reagieren und die Achse anpassen kann. Zudem funktioniert die dynamische Navigation auch bei eingeschränkter Mundöffnung, für die eine Schablone oft zu wenig Platz lässt.
Ist die navigierte Implantation mit Navident sicherer als Freihand?
Beim Freihandvorgehen setzt der Zahnarzt das Implantat allein anhand von Erfahrung und Bildern, ohne technische Rückmeldung während des Bohrens. Die navigierte Implantation mit Navident überträgt die 3D-Planung live und zeigt kontinuierlich, wo sich der Bohrer relativ zu Nerv und Kieferhöhle befindet. Das schafft eine zusätzliche Kontroll- und Sicherheitsebene, auch wenn keine Technologie ein bestimmtes Behandlungsergebnis garantieren kann.
Schützt Navident den Nerv und die Kieferhöhle?
Navident zeigt in Echtzeit den Abstand des Bohrers zum Nervus alveolaris inferior im Unterkiefer und zur Kieferhöhle im Oberkiefer an. Dadurch kann der Behandler den geplanten Sicherheitsabstand während des gesamten Eingriffs im Blick behalten. Der konkrete Abstand und die Eignung werden dabei immer individuell aus Ihrer 3D-DVT-Diagnostik abgeleitet und nicht pauschal zugesichert.
Für wen ist die navigierte Implantation geeignet?
Grundsätzlich kann die navigierte Implantation bei einzelnen Zahnlücken ebenso sinnvoll sein wie bei größeren Versorgungen bis hin zu festsitzenden Konzepten wie All-on-4 oder All-on-6. Ob sie im Einzelfall infrage kommt, hängt von Knochenangebot, Anatomie und allgemeinem Gesundheitszustand ab. Diese Beurteilung erfolgt immer individuell auf Basis Ihrer Diagnostik und eines persönlichen Behandlungsplans.
Warum sollte eine Klinik das System „Navident“ konkret benennen?
Begriffe wie „geführte“ oder „computergestützte“ Implantation sind Sammelbegriffe und bezeichnen häufig nur eine statische Schablone. Wenn eine Klinik das eingesetzte System – etwa Navident für dynamische Echtzeit-Navigation – namentlich nennt, können Sie genau nachvollziehen, welche Technologie bei Ihnen verwendet wird. Diese Transparenz ist ein sinnvoller Prüfstein bei der Wahl der Klinik.
Bekomme ich bei Dental Med Austria einen Implantatpass?
Ja. Bei Dental Med Austria erhalten Sie einen Implantatpass, der genau dokumentiert, welches Implantat mit welcher Marke, welchem Modell und welcher Seriennummer gesetzt wurde. So kann jeder Zahnarzt weltweit Ihre Versorgung später eindeutig identifizieren und betreuen; zusätzlich gelten die lebenslange Herstellergarantie sowie eine schriftliche Behandlungsgarantie der Klinik.
